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  Weapons : Opening shots--Sarrebourg

Here we present different first-hand accounts of the opening skirmishes of the War of 1870, with comments. This passage is a translation from Dr. Georg Hirth's, 'Tagebuch des Deutsch-Franzosischen Krieges 1870-1871', volume I, published in Berlin in 1871 by Stilke & van Muyden

No. 124 (p. 298) 20 Juli 1870, Kölnische Zeitung, aus Saarbrücken: “Heute Mittag erschoss ein Soldat des 40. Infanterie-Regiments, der auf Vorposten stand, einen Französischen Infanteristen auf 300 Schritt Entfernung…Heute früh, bei Tagesanbruch, gab ein Franzose aus der Entfernung von etwa 1000 Schritten Feuer auf einen Preussichen Infanteristen. Er fehlte, ging aber, nachdem er wieder geladen, doch vor. Der Preusse liess ihn auf ungefähr 400 Schritte herankommen und schoss dann so trefflich, dass sein Gegner gleichsam im Feuer niederstürtzte…”

(TRANSLATION)“Today around midday a soldier belonging to the 40th infantry regiment who was on patrol duty shot a Frenchman at a distance of 300 paces. This morning, around dawn, a Frenchman opened fire on a Prussian infantryman at a distance of about 1000 paces. He missed, but advanced after having reloaded. The Prussian let him come up to around 400 paces and then fired so accurately that his opponent, also in the act of firing, was knocked down, never to rise again."

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23 Juli, No. 146, Saarbrücken Zeitung “Die Franzosen erschienen früh um 7 Uhr in der Stärke von etwa einem Bataillon Infanterie und einer Escadron Chasseurs in Gersweiler, wo sie sich theils bein dem evangelischen Schulhause aufstellten, theils sich nach dem Willerbache hinzogen, von wo aus sie ein ziemlich lebhaftes Feuer gegen unsere auf dem rechten Saarufer stehende Feldwache eröffneten, welches von letzterer sofort und mit so gutem Erfolg erwiedert wurde, das der Feind 9 Mann verlor, während von unsere Soldaten keiner verletzt wurde…Bei der Station Louisenthal wurde heute auf den Frühzug Saarlouis-Saarbrücken von jenseit der Saar von Französische Seite mit Chassepots geschossen, und zwar in der ungefähren Entfernung von 800 Schritt. Eine Kugel davon schlug in einen Waggon und durchbohrte beide Wände…” (p. 366) p>

(TRANSLATION) 23 July, Saarbrücken Zeitung “The French appeared early around seven at Gersweiler, in the strength of about one infantry batallion and one squadron of Chasseurs, from when they partly occupied the Evangelical schoolhouse and partly advanced toward Willer’s brook, from where they opened a fairly lively fire on our outpost on the right bank of the Saar, which last returned fire immediately and with such effect that the enemy lost 9 men, while none of our soldiers was wounded…At Louisenthal station today, the morning train from Saarlouis to Saarbrücken was fired upon from the French side of the Saar with Chassepots, at a range of around 800 paces. One of the bullets struck a carriage and penetrated both walls…”

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24 Juli, No. 152, Saarbrücken (p. 386) “Bei Forbach steht eine Französische Division. Heute früh fand bei Gersweiler ein Scharmützel mit dem Feinde statt, derselbe ging mit 10 Mann Verlust zurück. Unsererseits kein Verlust. Das Zündnadelgewehr hat sich dem Chassepot gegenüber trefflich bewährt.”

(TRANSLATION)24 July, Saarbrücken, “A French division is at Forbach. Early this morning a skirmish with the French took place at Gersweiler, and the enemy retreated having lost 10 men. The Needlegun has clearly proved itself against the Chassepot.”

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27 Juli, No. 166, (p. 434) Aus dem “Militair-Wochenblatt”: “Bei allen den kleinen Zuzammenstössen der Vorposten sind die Französischen Abtheilungen stets zurückgeworfen worden: ein Resultat, welches nicht allein der Haltung unserer Truppen, sondern vorzugsweise auch der Gewandheit und Sicherheit im Gebrauche der Feuerwaffe und der Vorzüglichkeit dieser, unseres Zündnadelgewehres, zuzurechen ist.”

(TRANSLATION)27 July, From the Militair-Wochenblatt: “During all the little skirmishes, the French detachments have always been thrown back: a result which is to be credited not only to the steadfastness of our troops, but also to their skill and certainty in the use of their firearm, and the superiority of our Needlegun.”

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2 August 1870, No. 202, (pp. 561-563) Kölnische Zeitung: “Inzwischen rückte der Feind in Linien von St. Arnual bis zu Forbacher Strasse wie zu einem Exercitium vor. Lieutenant v. d. Berswordt liess seinen Schützenzug aufmarschiren bis zum Abhange vor ihm. Als der Feind dies bemerkte, schickte er von der Folster Höhe Schützen herab, die bis ungefähr 100 Schritt an ihn herankamen. Jetzt gab der Lieutenant das Signal zum Rückzuge, weil links von ihm ein Cavalerie-Regiment aufmarschirte und er fürchten musste, mit seinen Leuten über den Haufen geritten zu werden. Er ging etwa 20 Schritt zurück, legte sich in ein Kornfeld, während ein Unterofficier und ein Mann zurückblieben und aus einer Grube die Chaussee lebhaft beschossen. Von der linke Seite kamen jetzt Schützenzüge, die im Bogen herumschwenkten, so dass unsere Feldwache in Front und Flanke beschossen wurde. Diesselbe ging jetzt zurück bis an den unmittelbar in die Stadt hinab führenden Hohlweg und blieb hier liegen. Aber selbst hierher kam der Feind so nahe heran, dass der Lieutenant das Seitengewehr aufplanzen liess."

“Diese drei Compagnien hielten die Brücke im verein mit der inzwischen herbeigekommenen 10. un 11. Compagnie des 40. Regiments trotz des ungeheuren Granaten und Shrapnellfeuers bis 2 Uhr, zogen sich dann, wie gesagt, auf Befehl nach Lebach, immer belästigt von der auf der Höhe des Exercierplatzes aufgestellten feindlichen Artillerie, in der ich 30 bis 36 Geschütze zählte.” “Der Rückzug unserer wenigen Compagnien geschah in der äussersten Ruhe und Ordnung. Inmitten des Kanonendonners herüber vom Exercierplatz und hinterher vom Rastpfahl, dem verhängnisvollen Flüstern and Säuseln der Chassepots und dem Sausen der in die Stadt schlagenden Granaten hörte man plötzlich schnell hintereinander ein Rasseln gleich dem Niederlassen einer schweren Ankerkette. Kein Französisches Peloton macht das so schnell, so mechanisch abgedreht; es waren die Mitrailleusen, von denen nach meiner Berechnung wohl vier aufgespielt haben müssen. Bei unsern Leute suche ich und frage ich indess vergeblich nach der uns versprochenen entsetzlichen Wirkung dieser Drehorgeln.” Kreuz-Zeitung: “Es war ein furchtbares Gewehrfeuer, die Chassepots schossen wohl 10 Mal so viel, als unsere Gewehre, deren Detonation sich deutlich von der des Chassepots unterschiedet.” Kölnische Zeitung, verwundete Offiziere: Lt. von Schilgen, Daumen abgeschossen, Lt. Konarski, Schuss im Fuss, Lieutenant v Borriers, Splitter im Ohr

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P. 564-566, Major Hermann Brendel, US Army 34 Infantry Regiment, zu der Kreuz-Zeitung “Das Französische Infanteriefeuer war ausserordentlich heftig und lärmend, weil das Chassepot-Gewehr einen weit stärkeren und schrillenden Knall hat, als das Zündnadelgewehr. Die Wirkung dieses anschienend entstzlichen Feuers war indessen im Verhältniss zu Zahl der Kämpfenden höchst unbedeutend. Major Brendel sah, dass die Franzosen im Eifer das Gewehr gar nicht mehr an die Backe anlegten, sondern unmittelbar nach dem Fertig, ohne zu zielen, nur nach der Richtung losschossen, wo die Preussen standen. Er war dagegen erstaunt über die ausserordentliche Entfernung, auf welche die Franzosen schossen; denn er fand an einer Lehm-Mauer, deren Entfernung er auf 1500 bis 1800 Schritt schätzte, eine grosse Menge von Kugeln abgeplattet in der Lehm-Bekleidung stecken…Nachdem das Infanterie-Feuer einige Zeit gedauert, brachten die Preussen auch 4 Geschütze ins Gefecht, welche aber, wie es schien, nur auf die Französische Artillerie schossen. Diese schoss vortrefflich. Am Bahnhofe sah man nachher eine Kugel neben der andern sitzen und einige in die Preussiche Batterie geworfenen Granaten schienen eine grosse Wirkung gehabt zu haben…Sein Urtheil über das Geschene Fasst sich in Folgendem zusammen: das Gefecht bei dem Zahlenverhältniss und der gegebenen Situation brillant für die Preussen.”

(TRANSLATION) “The French infantry’s fire was extraordinarily heavy and loud, for the Chassepot has a much louder and shriller report than the Needle-gun. The effect of this apparently terrific fire was withal, relative to the number of combatants, quite minimal. Major Brendel saw that the French, in their eagerness did not even bring their rifles to the cheek, but shot as soon as they had loaded, without aiming, merely firing away in the direction where the Prussians stood. He was, on the other hand, astonished at the extraordinary distances from which the French fired, for he found in an earthen wall, whose distance he estimated to be from 1500 to 1800 paces, a great mass of bullets flattened and sticking in its surface. …After the infantry fire had gone on a while, the Prussians also brought 4 cannon into action, which so it seemed were engaging the French artillery only. This last fired very well. Later at the train station one saw one canon ball sitting next to another and several shells which landed among the Prussian artillery seemed to have had great effect….His opinion of the engagement can be summarized as follows: given the relative numbers and the situation, it was brilliant for Prussian arms."

Commentary:

It is interesting to note how often in these early German accounts of skirmishing on the frontier positive remarks are made regarding the Dreyse Zundnadelgewehr or 'Needle-gun' that armed the Prussian, and most of the other German (with the exception of the Bavarian) contingents. Was this a deliberate effort to reassure the public and the soldiers, to 'exorcise' any potential dread as to the superiority of the more modern French rifle? It is unsurprising to find Prussia's official weekly army newspaper, the Militar-Wochenblatt, making reassuring comments on the Dreyse. But even these early German press accounts reflect some troubling facts: in skirmishes, the French are firing at 1000 paces (ca. 700-750 metres) when the Prussians are firing at 400 paces; there is also the incident where a Chassepot bullet, fired at a German train from across a river, pierced the rail carriage completely through...

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