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  Weapons : Spicheren

SPICHEREN--THE RED MOUNTAIN

Here we present different first-hand accounts of the opening skirmishes of the War of 1870, with comments. This passage is a translation from Dr. Georg Hirth's, 'Tagebuch des Deutsch-Franzosischen Krieges 1870-1871', volume I, published in Berlin in 1871 by Stilke & van Muyden

SPICHEREN-SPICHERN-FORBACH 6 August 1870 739-743 Kreuzzeitung, aus dem 12. Regiment“Das erste Bataillon unseres Regiments, das mit uns in Neuenkirchen zusammengelegen hatte, war bereits vor einer Stunde mit der Bahn in Saarbrücken angelangt und schon im Feuer. Es herrschte unter unsern Leuten ein derartige Begeisterung, dass der Marsch vom Bahnhofe nach dem Gefechtsfelde fast im Laufschritt zurückgelegt wurde…Da, wo die Strasse auf die erwähnte Bergkette hinaufführt, kämpfte schon seit beinahe einer Stunde unser erstes Bataillon mit grossen Verlusten. Das zweite Bataillon erhielt den Auftrag, den Angriff dessellben zu unterstützen. Zu diesem Zwecke musste nun dieses Bataillon in einer Entfernung von 1500 Schritt von der feindlichen Stellung einen Flankenmarsch machen. In der unseres Angriffspunketes angekommen, bekamen wir, trotz der Entfernung, bei der Flankenbewegung schon wirksames Feuer (Chassepot schiesst auf bedeutende Entfernung), wurde die fünfte (Boenke) und sechste Compagnie (heydebreck) zum Gefecht vorgezogen; meine Compagnie auf dem äussersten linken Flügel. Inzwischen war nämlich Oberst v. Reuter durch einen Schuss n den Fuss verwundet worden und hatte Oberst-Lieutenant v. Kalinowski das Commando das Regiments, Hauptmann Johow das des Bataillons übernommen. Die 5. und 6. Compagnie gingen sodann zur Attaque vor; das erste Bataillon attaquirte so eben wieder und diesmal mit Erfolg. Bereits hatte mich die Nachricht erreicht, dass Oppen und Hobe schwer verwundet, wenn nicht schon todt, Graf Reventlow todt sei (vom 1. Bataillon). Mein einziges Bestreben war, meine Kräfte so weit anzuspannen, um vor der Compagnie zu bleiben zu können. Bei der letzten Attaque des ersten Bataillons hatte der Feind bereits die erste Position, da, wo der bewaldete steile Abhang und der sanfter aufsteigende Bergesfuss sich begrenzen, verlassen und sich die Bergwand hinangezogen, von wo er auf uns feuerte. An der ersten Position des Feindes angelangt, liessen wir das Gepäck ablegen, denn was ich befürchtete, war eingetroffen. Die Leute waren bereits so erschöpft, dass es mir fast unmöglich erschien, sie auch ohne Gepäck, bis auf den Kamm des Berges zu führen....[ ] Es kam nun darauf an, diese Stellung so lange zu behaupten, bis ein Flankenangriff auf die Hauptposition des Feindes zu Ausführung kommen könnte. Diesen Auftrag führten die Mannschaften musterhaft aus. Ich habe ein solches Feuer auf euner so grossen Linie nicht für möglich gehalten…Unsere Verluste sind furchtbar. 32 Officiere und 853 Mann hat das Regiment verloren.”

(“Die Franzosen zogen sich nun hinter die zweite Hauptposition, eine nicht bewaldete Höhenkette zurück und eröffneten von dort aus ein unerhörtes Klein-Gewehr-, Geschütz- und Mitrailleusen-Feuer auf uns. Die Kanonade am Tage von Königgr;atz war mächtiger, weil sie bedeutend ausgedehnter war; in Anbetracht jedoch, dass bei Spicheren--so heisst das Gefecht officiell--es sich nur um verhältnissmässig kleinere Terrain-Abschnitte handelte, war die Kanonade an diesem Abende viel bedeutender, und mehr auf einzelne Punkte concentrirt. Ich liess daher, was ich noch in geschlossenem Trupp hatte, sich in Schützenreihen auflösen, um so der verheerenden Wirkung einer zufällig eingeschlagenden Granate vorzubeugen. Ich hatte, wie schon erwähnt, ein keilartige Wald-Parcelle jenseit der an der eigentlichen Wald-Lisière sich hinziehenden Strasse besetzt, und ich meine, das in diesem Umstand unsere Rettung lag, denn der Feind, diese vereinzelten Baumgruppen nicht beachtend, hielt sets die Strasse und grosse Wald-Lisière unter Geschützfeuer, so dass bis auf etwa 10 Schuss sämmtliche Granatschüsse etwa zehn Schritt hinter uns auf der Strasse einschlugen und uns, die wir platt auf der Erde lagen, auch wenn sie crepirten, verschonten. Das sind bange Augenblicke, wenn fünft Schritt vor oder hiner einem eine Granate einschlägt, und man auf die Wirkung des Crepirens derselben wartet. Wir waren jedoch in der That gleichgültig gegen das Granaten-, so wie gegen das Mitrailleusen- und massenhafte Kleingewehrfeuer geworden. Die Mitrailleusen haben sich in ihrer Wirkung nicht eben sehr bewährt; sie überschütten einen gewissen Terrainabschnitt mit Kugeln, Treffer sind jedoch vollkommen dem Zufall anheimgestellt. Eben so verhält es sich im Allgemeinen mit dem Chassepot-Feuer. Die Franzosen eröffnen dasselbe auf 1500 Schritt. Das Gewehr besitzt eine ausserordentliche Trag-und Percussions-kraft. Bei dem leichten Lade-Mechanismus und bei der den Franzosen eigenen Lebhaftigkeit verleitet es den Feind zu einer fabelhaften Munitions-Verschwendung. Wenn aber auch die Resultate in keinem Verhältniss stehen zu der Masse der Schüsse, so sind sie, weil eben das Feuer so aussergewöhnlich unterhalten wird, doch immerhin—wie der Tag von Spicheren beweist—enorm und traurig für uns. Es kam numehr—um da fortzufahren, wo ich stehen blieb—darauf an, die errungene Position so lange zu halten, den Feind auf der ganzen Linie in der Front so lange zu beschäftigen, bis ein auf dem rechten Flügel gegen des Feindes linke Flanke vorbereiteter Angriff erfolgen konnte. Diese Aufgabe ist von den Unseren glänzend gelöst worden. In vollkommen aufgelöster Ordnung blieben wir auf der ganzen Linie in jenem fabelhafter Feuer liegen, Bis bei einbrechender Dunkelheit der Feind, in seiner linken Flanke angegriffen, auch seine zweite Hauptstellung raumte und sein Feuer einstellte.”

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(TRANSLATION) “The French now retired to the second main position, a unforested chain of hills, and from there opened an unbelievable small arms, cannon, and Mitrailleuse fire on us. The cannonade of Koniggratz was more massive, because it embraced a larger front, but in comparison, however, the fire at Spicheren—as the engagement is known officially—which took place on a relatively smaller field, was much more significant and more concentrated on individual points. I therefore allowed, what I still had in densely formed troops disperse in skirmisher lines so as to reduce the devastating of a chance shell impact. I already had, as I mentioned before, occupied a wedge-shaped part of the forest edge near the road, and I believe that this circumstance lay our salvation, for the enemy, paying no attention to individual tree-clumps held the road and the forest edge under constant cannon-fire, and around 10 shells landed about ten feet behind us on the road, so that we, who lay flat on the ground, even when they detonated, were spared. Those are frightening moments when five feet ahead or behind oneself a shell hits and one awaits its detonation. We had nevertheless become indifferent towards the shells, the Mitrailleuses, or the massive small-arms fire. The Mitrailleuses did not prove themselves much; they flood an area with bullets, but actual hits are a matter of chance. So it is with the Chassepot fire. The French open it at a range of 1500 paces. The rifle has extraordinary range and striking-power. Because of the easy loading-mechanism and with the liveliness typical of the French it leads to a fantastic expenditure of munitions. Even if the results bear no comparision with the mass of shots, they are nevertheless—precisely because the fire is exceptionally sustained—still—as the day of Spicheren testifies—enormous and tragic for us. It came to us—to continue where I left off—to divert the enemy on the whole of the front long enough for us to launch the prepared assault on the enemy’s left flank. This objective was brilliantly achieved. In fully dispersed order we lay on the whole line under this terrific fire, until in gathering darkness, the enemy, attacked on his left flank, also withdrew from his second main position and ceased fire.”

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